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10 Thesen zur Zukunft des Fußballs

Im Delirium zusammenfantasiert, nachts kurz aufgeschrieben und am nächsten Tag gebloggt. So – und nicht anders – wird die Entwicklung im Fußball weitergehen:

  1. Der Trend zur Spezialisierung auf einzelne Spielpositionen wird weniger werden zugunsten von vielseitigeren Spielern, die eine höhere taktische Flexibilität ermöglichen.
  2. Die Rolle des Torhüters wird sich noch weiter in Richtung eines zusätzlichen Verteidigers entwickeln, wodurch in der Defensive eine noch stärkere Verengung der Räume durch den Rest der Mannschaft möglich wird.
  3. Neue Methoden werden in noch größerer Vielfalt Einzug in den Fußball halten, vor allem im Bereich Trainingsmethodik, Psychologie und Führung. Beispiele: Life Kinetik, Neurolinguistisches Programmieren (NLP), Managementtechniken. Und: der Fußball wird sich endlich auch gegenüber Anleihen aus anderen Sportarten öffnen (muss ja nicht Hockey sein).
  4. Trainer werden dadurch noch stärker zu Managern im angelsächsischen Sinne, die viele spezialisierte Mitarbeiter (Fitnesstrainer, Mentaltrainer, Scout, Psychologe, Hockeytrainer) unter sich haben, deren Arbeit sie zum Wohle der Spieler koordinieren müssen.
  5. Es wird eine starke Polarisierung zwischen Ballbesitz- und Umschalt-Teams geben, die direkt mit der unterschiedlichen Finanzkraft der Vereine zusammenhängt.
  6. Die mentale Stärke wird, wenn alles körperliche an Leistungsfähigkeit ausgereizt ist, (wenigstens vorerst) in den Fokus der Optimierungsanstrengungen rücken.
  7. Die Bedeutung einer klaren Spiel- und Vereinsphilosophie wird weiter steigen, was wiederum über kurz oder lang zu einer ganzheitlicheren Betrachtungsweise des Fußballs führen wird. Daraus resultiert eine Regionalisierung, die der momentan vorherrschenden Globalisierung des Fußballs entgegenwirkt.
  8. Alte, längst vergessene Spielsysteme werden neu entdeckt werden: 4-2-4, das brasilianische WM-System, 2-3-5 und 1-2-7.
  9. „Taktischer Einheitsbrei“ wird nicht mehr zum Erfolg führen. Es wird häufiger zu Umstellungen im Spiele kommen (siehe auch Punkt 1). Wie in allen Sportfilmen entscheiden dann geniale aber einfache Spielzüge alle Spiele und Meisterschaften.
  10. Sobald die „alte Garde“ der FIFA-Funkionäre abgetreten ist, werden sämtliche möglichen technischen Neuerungen innerhalb einer einzigen Saison eingeführt. Alle profitieren dann vom Videobeweis und unstrittigen Tor- und Abseitsentscheidungen. Außerdem natürlich von Spielszenen, die aus dem Schienbeinschützer der Spieler gefilmt werden.

Am Ende wird es, so wie es immer war, darauf ankommen, dass man nach 90 Minuten mehr Tore geschossen hat als der Gegner, die Einführung einer B-Note wird nicht stattfinden. Some things never change.

 

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

2 Kommentare

  1. Ich denke auch, dass sich Altes bewähren wird, aber neues und modernes natürlich den Fußball-Horizont erweitern. Positiv gelungen ist im Beitrag der Wick mit den Kameras in den Schienbeinschoner, was eine super Diskussion herstellen würde für Thema „Was passiert wirklich im Bereich Medienkommunikation, wenn die eine neue Verbandsführung gewählt wird“.
    Beste Grüße

  2. Pingback: Hauptsache gesund mit dr-grotmann.de | Fachpresse Artikel

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