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Hartplatz, Rasen oder Kunstrasen?

Hartplatz

Eine Frage, die in vielen Fußballvereinen immer wieder die Gemüter bewegt und erregt, ist die nach dem Zustand des eigenen Fußballplatzes. Je nach Oberfläche – Hartplatz, Rasenplatz oder Kunstrasen – ergeben sich immer wieder Erschwernisse beim Trainings- und Spielbetrieb, gerade wenn sich viele Mannschaften den Fußballplatz teilen müssen und nur ein Platz zur Verfügung steht. Im Moment geht der Trend, zumindest soweit ich das bei den Vereinen in meiner Umgebung sehen kann, in Richtung Kunstrasen.

Umfrage: Hartplatz, Rasen oder Kunstrasen?

Mich würde interessieren, auf welchem Untergrund ihr normalerweise trainiert und was eure Erfahrungen mit dem Boden sind.  Hier die Umfrage (Mehrfachantworten möglich), über eure Erfahrungen freue ich mich in den Kommentaren:

Was für einen Fußballplatz hat euer Verein?

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Der gute alte Hartplatz hat wohl bald ausgedient. Und das zurecht. Nicht nur aufgeschlagene, blutige Knie, sondern auch Gelenkbeschwerden wie Abnutzung des Knorpels, die den einen oder anderen im Alter ereilen, haben wir dem harten Geläuf zu verdanken. Da hilft es auch nichts, dass der Hartplatz immer wieder zur „Kampfbahn“ verklärt und zu dem Heimvorteil schlechthin erhoben wird. Auf dem Hartplatz kicken macht weniger Spaß und ist ab einem bestimmten Alter auch einfach nicht mehr tragbar (die AH lässt grüßen). Außerdem ist der Schuhverschleiß bedeutend höher als auf den anderen Plätzen.

Rasenplätze sind immer noch der Boden für den echten Fußball, nirgends kann man weiter sliden, schöner Grätschen und gefahrloser hinfallen. Aber auch der Rasenplatz hat leider im Alltag zahlreiche Einschränkungen bei der Nutzung: ständig gesperrt oder nur für die erste Mannschaft zugänglich, ist die Rasenplatz-Nutzung oft ein echter Luxus.

Ich denke, der Kunstrasen wird seinen Siegeszug antreten, weil er aus meiner Erfahrung auch für kleine Vereine viele Vorteile bietet: ganzjährig bespielbar, mit geringem Pflegeaufwand über das Jahr und mit immer gleichen Spielbedingungen (von Nässe einmal abgesehen), ist der Kunstrasen sicherlich der Untergrund der Zukunft. In Ländern mit extremen Klimabedingungen, wie z.B. Russland ist der  Kunstrasen ja auch schon im Profifußball im Einsatz.

Einen sehr interessanten Vergleich der drei Platzarten bietet die Seite des Planungsbüros Hoppe, einem Sportplatzbauer. Hier ist das Fazit, dass bei intensiver Nutzung, das heißt bei vielen Mannschaften im Verein, eine Kunstrasenplatz wirtschaftlicher ist als die anderen Plätze.

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

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