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Taktisches Verhalten von Borussia Dortmund im Spiel gegen Leverkusen

Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund 1:3 (14. Januar 2011).
Eindrucksvoll hat Dortmund seine Tabellenführung auch im Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen verteidigt. Ein schöner Anlass, eine kurze Betrachtung einiger taktischer Elemente des Dortmunder Spiels in dieser Partie vorzunehmen.

Mannschaftstaktik
Dortmund agiert mit einer 4-2-3-1-Aufstellung, wohingegen Jupp Heynckes bei Leverkusen ein 4-4-2 mit flacher Vier aufbietet. Daraus ergibt sich (nicht automatisch, in diesem Spiel aber schon) eine leichte Dortmunder Überlegenheit im Mittelfeld.

Viererkette
In der Defensive halten die beiden (in diesem Spiel hervorragenden) Innenverteidiger Hummels und Subotic konsequent das Zentrum und rücken nicht auf den Flügel heraus. Zusammen mit den beiden Sechsern bilden sie hier einen kompakten Defensivblock. Die Außenverteidiger Schmelzer (links) und Piszczek agieren umsichtig und kompromisslos in der Defensive und nutzen immer wieder die Außenbahn für Vorstöße bei eigenem Ballbesitz. Auffällig ist hier, dass die Außenverteidiger weit hoch schieben, sobald die Innenverteidiger sicher aufbauen können. Die äußeren Mittelfeldspieler machen die Außenbahn immer wieder für ihre Mitspieler frei, indem sie nach innen ausweichen.

Besondere Stärke der Dortmunder Verteidigung ist aus meiner Sicht ihre Qualität in der Offensive. Vor allem Hummels und Subotic verstehen es immer wieder, den Gegner durch raumübergreifende Dribblings aus der eigenen Hälfte und präzises Passspiel in die Tiefe unter Druck zu setzen.

Pressingverhalten/Defensive
Die äußeren Mittelfeldspieler der Borussia (Kuba, Großkreutz) schieben früh auf die gegnerischen Außenverteidiger und provozieren einen Ball ins Zentrum. Die beiden Sechser Sahin und Bender spielen hier äußerst wach und realisieren so viele Ballgewinne. Auch Götze im zentralen Offensvien Mittelfeld arbeitet effektiv nach hinten mit. Die gesamte Mannschaft spielt sehr hoch (weit aufgerückt) und schiebt bis an den gegnerischen Strafraum gut nach, sodass eine sehr kompakte Einheit auf dem Platz steht. Der in Ballnähe befindliche Spieler attackiert sofort den Ballbesitzer, sodass auch Leverkusen ständig unter Druck ist. Dadurch kommt kaum ein geordneter Spielaufbau zustande. Allerdings muss Dortmund so mit hohem läuferischen Aufwand spielen, was über 90 Minuten unter Umständen nicht immer durchzuhalten ist.

Offensivverhalten/Spielrythmus
Hier schafft es Dortmund, einen guten Rythmus ins Spiel zu bringen: Der Wechsel zwischen ballhaltendem Kurzpassspiel und schnellem Spiel in die Tiefe funktioniert hervorragend. Dortmund agiert im zentralen Mittelfeld äußerst ballsicher und beweglich. Hier sorgen insbesondere der junge Götze und Sahin für Offensivimpulse. Es sei angemerkt, dass Sahin und Bender ihre Rolle eher zurückhaltend interpretieren (Gegenbeispiel: Schweinsteiger/Khedira) und nur selten bis in den gegnerischen Strafraum vorrücken. Sahin spielt eher den Impulsgeber vor der Abwehr, Bender verrichtet viel Defensivarbeit und liefert den Ball dann ab. Hieraus resultiert eine hohe Stabilität im Mittelfeld und im Raum vor der Abwehr. Dortmund war deswegen im Spiel gegen Leverkusen kaum anfällig für Kontersituationen, Gegenzüge werden schon im Ansatz unterbunden.

Spiel mit einer Spitze (Lewandowski)
Hier scheint Jürgen Klopp eine sehr gute Zweitbesetzung für Barrios gefunden zu haben. Lewandowski spielt sehr fleißig und arbeitet viel. Er ist kopfballstark und kann Bälle gut behaupten. Zusätzlich gelingt es ihm immer wieder, seine nachrückenden Mitspieler einzusetzen und so gefährliche Offensivaktionen einzuleiten. Dieses Spiel mit einer Spitze ist jedoch nur erfolgreich, weil die drei dahinter spielenden offensiven Mittelfeldspieler Großkreutz, Götze und Blaszczykowski immer wieder mit in die Spitze gehen und hier auch torgefährlich werden.

Spielbericht und Statistik im Kicker

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

1 Kommentar

  1. ich finde ihre berichte im fußballtrainer -blog sehr gut auch wie dortmund mit ein 4-2-3-1 spielt gut erklärt wird ich möchte auch mit meiner mannschaft versuchen ein 4-2-3-1 zu spielen nur die mannschaft muß auch fest von dem 4-2-3-1 überzeugt sein wir haben meißtens ein verkaptes 4-1-3-2 gespielt weil in unteren klassen keine linienrichter gibt und oft das abseitz nicht gesehen wird kreisliga -a wir sind mit unserem system 2 geworden und haben die 3 meisten tore gemacht und die 3 wenigsten rein bekommen

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