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2 gegen 2 Torschuss trainieren

Hartplatz Tor

Kürzlich habe ich die interessante und positive Erfahrung gemacht, dass Torschusstraining bzw. Torabschlusstraining in kleinen Spielformen hervorragend funktionieren kann.

Die Aufgabe:

Die Torabschlusstechniken Innenseite, Außenseite und Spitze in den Altersklassen U11 und U12 so trainieren, dass ein möglichst guter Trainingseffekt entsteht. Das heißt für mich: intensiv, spielnah und variabel trainieren. Und das bei hoher Wiederholungszahl.

Die Lösung: 2 gegen 2 mit Außenspielern

Zunächst habe ich mir über eine „klassische“ Übungsform Gedanken gemacht, irgendetwas mit Ballannahme und nachfolgendem Torabschluss. Irgendwie schien mir das dann aber zu langweilig. Also habe ich es mit einer kleinen Spielform versucht, wie auch hier schon beschrieben. Da ich 8 Spieler und 2 Torhüter zur Verfügung hatte, habe ich auf einem maximal 25*15m langen Feld mit zwei Jugendtoren 2 gegen 2 mit zwei Außenspielern pro Mannschaft gespielt.

Die Außenspieler hatten die Aufgabe, den Ball in die torgefährliche Zone zu befördern bzw. zu verlagern, wenn nötig. Die Torhüter sollten intensiv mitspielen und auch hier und da selbst zum Abschluss kommen. Außerdem sollten Sie mit gezielten Abwürfen und auch Pässen direkt die Außenspieler ins Spiel bringen. Die beiden Spieler  im Feld sollten zielstrebig und schnell zum Abschluss kommen (aber nicht überhastet).

Die einzelnen Spielrunden dauerten 2 Minuten, danach wurde ohne große Unterbrechungen zwischen Außen- und Innenspielern gewechselt.

2 gegen 2 mit Außen

2 gegen 2 mit Außenspielern

Ergebnis:

Das Spiel war hoch intensiv und beinahe leidenschaftlich. Es ergaben sich unzählige Torabschlusssituationen aus den verschiedensten Positionen und Winkeln, die natürlich auch jeweils zu eine, intuitiven Einsatz der richtigen Technik führten (meistens). Dazu kamen die hohen Anforderungen an 1 gegen 1- und Freilaufverhalten. Insofern wurden alle Ziele oben erreicht: die Trainingsform war intensiv, spielnah und variabel. Interessant zu beobachten war auch, wie schnell die Kinder sich Strategien selbst erarbeiteten, vor allem im Bereich Lauffinten und beim „Vor-den-Gegner-kommen“. Mit relativ wenig Coaching-Eingriffen konnten kleinere Defizite ausgeräumt werden.

Ich habe mich dann entschlossen, in Zukunft immer wenn das möglich ist in dieser oder ähnlichen Formen zu trainieren, weil sie mit einem einfachen Aufbau neben dem gewünschten Schwerpunkt viele wichtige Fußballelemente enthält. Stichworte: Verteidigen zu zweit, schnelles Umschalten, Handlungsschnelligkeit etc.

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

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