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Ballannahme mit der Brust

Die Ballannahme mit der Brust im Fußball wird häufig benötigt aber – ähnlich wie die Kopfballtechnik –  nur selten trainiert. Das führt dazu dass Spieler bei hohen Bällen unsicher sind und Probleme haben, sie zu kontrollieren. Bei der Ballannahme mit der Brust sind einige Details zu beachten, die auch im Training beim Coaching umgesetzt werden sollten. Ziel ist es, den Ball bestmöglich zu verarbeiten, um schnell weiterspielen zu können (den Ball spielbar machen). Auch hier entscheidet der erste Kontakt.

Ballannahme Brust: hohe Bälle richtig einschätzen trainieren

Ballannahme Brust: hohe Bälle richtig einschätzen trainieren

Drei schnelle Tipps zur Ballannahme mit der Brust:

  • Ball schnellstens auf den Boden bringen statt hochlegen
  • Gleich eine Richtung mitgeben
  • Brustannahme in Verbindung mit Torschuss trainieren

Ball schnellstens zum Boden bringen

Viele Spieler legen sich den Ball mit der Brust hoch. Das sieht super aus, ist aber nicht sehr praktisch. Es sei denn, man möchte aus der Luft schießen. Andernfalls braucht der Ball länger, bis er am Boden kontrolliert werden kann. Und er ist länger ungeschützt, wenn er in der Luft ist. Deshalb sollte man den Ball eher nach untern abprallen lassen, d. h. der Oberkörper muss etwas über den Ball gebeugt sein. Beim Ballkontakt muss man zusätzlich zurückfedern. Ausnahme: man möchte direkt Tempo aufnehmen und hat Platz.

Dem Ball mit der Brust eine Richtung mitgeben

Der Ball muss also zum Boden. Aber nicht einfach gerade in die entgegengesetzte Flugrichtung. Sondern sofort in die Spielrichtung. Dazu muss der Oberkörper gedreht werden, wenn der Ball auftrifft. Das ist relativ schwierig und muss oft trainiert werden. Will man das ganz perfekt machen, stemmt man sich mit dem Standbein schon vor dem Ballkontakt in den Boden. SO kann man sich schnell abdrücken und dynamisch dem Ball nachstarten. Das geht natürlich nur, wenn man nicht springen muss.

Trainings-Übungen: einfach anfangen und Torabschluss nicht vergessen

Die Übungen zum Training der Ballannahme mit der Brust sind sehr ähnlich zu den Kopfballübungen, die ihr im Artikel Kopfball – Übungen und Technik findet. Die Ballannahme lässt sich perfekt ins Aufwärmen integrieren. Als Trainer kann man auch sehr gut mir Technikvorgaben in Übungsformen zum Torschuss arbeiten. Z. B. zugeworfenen Ball mit der Brust verarbeiten und dann mit dem zweiten oder dritten Kontakt abschließen. Denn auf das Tor macht es am meisten Spaß. Bei etwas älteren Spielern kann man dann versuchen, das ganze mit „echten“ Flanken durchzuführen. Dabei sollte aber sichergestellt sein, dass nicht jede zweite Flanke unerreichbar ist. Also besser mit kürzeren Distanzen arbeiten und Außen ggf. zu Beginn mit einem ruhenden Ball.

Kinder an die richtigen Bewegungen gewöhnen

Schon bei den Kleinen kann man die Ballannahme mit der Brust spielerisch trainieren. So schult man die Bewegungen und baut Angst ab. Die kleinen Fußballer müssen lernen, hohe Bälle richtig einzuschätzen und die Flugbahn zu berechnen. Dann können sie sich richtig zum Ball stellen. Und erkennen auch, wann Sie die Brust und wann besser den Kopf zur Ballannahme nehmen. Danach lernen sie, den ersten Ballkontakt mit der Brust richtig zu steuern.

Das ist gut für das Körpergefühl und die Körperkontrolle, da Fußballer oft den Oberkörper nicht passend einsetzen. Hilfreich dabei sind ausreichend Rumpfstabilität und Beweglichkeit im Oberkörper.

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

1 Kommentar

  1. Das gehört bei uns zum aufwärmen mit dazu. Zu viele Fehler passieren, nur weil der Ball falsch angenommen wurde.

Kommentare sind geschlossen.

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