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Dribbling trainieren: Übungen zum Aufwärmen

Das Dribbling im Fußball trainieren und ständig verbessern ist wichtige Grundlagenarbeit im Fußballtraining. Gerade in den F- und E-Junioren kann man die Dribblingtechniken gar nicht oft genug ins Kindertraining einbauen. Denn Mängel in der Ballkontrolle lassen sich später nur noch sehr schwer aufarbeiten.

Zum Training des Dribblings bietet sich immer das Aufwärmprogramm an, denn Dribblingtechnik lässt sich auch mit niedriger Intensität trainieren. Für das Einführen von neuen Techniken bietet sich speziell die Anfangsphase der Trainingseinheit an, denn die Spieler sind noch frisch und aufmerksam. Dabei solltet ihr Trainer immer beidfüßig arbeiten.

Die grundlegenden Prinzipien des Trainings zum Lernen und Verbessern des Dribblings findet ihr im Artikel Dribbling trainieren und verbessern; Teil 1: Grundlagen. Drei einfache Möglichkeiten zur Organisation der Dribblingübungen gibt es: freier Raum, Hütchenmeer/-tore und Slalom.

Technikquadrat/freier Raum

Technik-Quadrat

Technik-Quadrat für bis zu 20 Spieler

Das Dribbling im freien Raum bzw. in einem markierten Feld ist die erste und einfachste Organisationsform, um Dribblingtechniken isoliert zu trainieren. Etwa 3-5 Spieler bewegen sich mit Ball in einem Quadrat von 8 mal 8 Metern. Hat man mehrere Kleingruppen, muss man eben auch mehrere Quadrate aufbauen. Die kleinen Gruppen und Felder sorgen für genug Übersicht zum Beobachten und Coachen.

Ein Beispiel für diese Organisationsform inklusive einiger anwendbarer Techniken finden sich im Artikel Aufwärmen mit Ball – Technikquadrat. Hat man gar keine Hütchen zur Hand, kann man auch einfach die Platzecke oder den Fünfmeterraum nehmen oder mit Leibchen oder Bällen markieren.

Hütchentore/Hütchenmeer

Dribbling mit Hütchentoren

Dribbling mit Hütchentoren

Deutlich anspruchsvoller wird das Dribbling, wenn man den Spielern Aktionspunkte vorgibt bzw. Hindernisse einbaut. Das kann man durch Hütchentore bzw. ein Hütchenmeer realisieren. Die Aufgaben bleiben grundsätzlich gleich, werden jedoch dadurch erschwert, dass z. B. vorgegebene Reihenfolgen von Hütchenfarben abgelaufen werden müssen. Hinzu kommen Dribblingaufgaben durch und um die Hütchen oder Hütchentore herum:

  • Tore durchdribbeln
  • Achter laufen links/rechts
  • Ball stoppen auf der Torlinie
  • Hütchen in der Reihenfolge „Blau – Rot – Gelb“ ablaufen
  • Im Tempo drei Hütchentore/Tore durchdribbeln auf Trainerkommando
  • eine vorgegebene Finte/Wende am Hütchen(tor) durchführen
  • Verteidiger einbauen, die die Dribbler stören oder attackieren
  • Punkte für die jeweils schnellsten vergeben (wenn Spieler die Techniken schon beherrschen)

Die Spieler müssen sich durch die Hütchen und den etwas anderen Aufbau mehr orientieren, was um sie herum geschieht und lernen dabei auch, den Kopf zu heben und Distanzen besser einzuschätzen. Gerade bei Finten (Übersteiger, Körpertäuschung, Matthews, Schussfinte) ist die Distanz zum Gegner ein entscheidendes Detail, das den Erfolg der Aktion mitbestimmt.

Dribbling durch Slaloms

Slaloms kombinieren die Vorteile fester Richtungen und Abläufe mit ein gewissen Variabilität in der Technikausführung.  Hier lassen sich beim Aufbau Stangen, Einzelhütchen und Hütchentore verwenden. Man kann dabei eher geradlinige Slaloms nutzen, um Techniken (z. B. Abkappen) einzuführen. Hier bietet es sich an, zunächst mit etwas mehr Abstand zu beginnen und diesen dann immer weiter zu verringern. Um dann die Anforderung noch weiter zu steigern, kann man mit versetzt und asymmetrisch aufgestellten Hütchen arbeiten.

Das heißt auch, zu Anfang kann der Slalom eher gleichförmig aufgebaut werden, sind die Spieler etwas sicherer in den Techniken, so sollte man Abstände und Winkel der Laufwege immer weiter variieren und verschiedene Tempo- und Technikvorgaben machen. Ein Slalom lässt sich als vollständiger Rundlauf gestalten, d. h. es wird durchgehend gedribbelt, oder man nimmt den Rückweg zur Erholung.

Sehr praktisch ist, dass sich dan die Slalomaufgabe auch andere Elemente anschließen lassen, z. B. ein Doppelpass, eine Ballmitnahme oder auch koordinative Übungen. Slalomläufe kann man ideal als Wettbewerb ablaufen lassen, wenn es einem beim Training des Dribblings um die Geschwindigkeit geht. Dazu sollte aber die Dribblingtechnik zunächst sicher beherrscht werden.

Zusätzliche Aufgaben (je nach Zeit und Spielstärke):

  • Schattendribbling: Ein Spieler dribbbelt voraus, ein anderer kurz dahinter mit den gleichen Bewegungen hinterher
  • Den Slalomparcours auf Zeit durchdribbeln
  • Eine Zusatzaufgabe erledigen (z. B. 10 mal Jonglieren oder 3 Liegestütze und dann durch den Slalom dribbeln)

Dribbling ist im Kinderfußball entscheidend

Denn beim Dribbling haben die Kinder unglaublich viele Chancen auf Ballkontakte. Und die sind entscheidend dafür, ein gutes Ballgefühl zu entwickeln. Dabei sollte man als Trainer schauen, dass man viele Varianten (Innenseite, Außenseite, Spann, Sohle, Spitze) einfordert, ohne hektisch von Technik zu Technik zu springen. Die Kinder sollten genug Zeit haben, eine Dribbling-Technik zu verinnerlichen. Falls einige Kinder noch nicht so weit sind, kann man dabei auch sehr gut in Gruppen arbeiten bzw. die Anforderungen variieren.

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

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