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Passspiel in Zonen

Die richtige Passtechnik ist wichtig. Aber richtige Entscheidungen sind noch wichtiger. Diese Übung zum Passspiel bzw. Kombinationsspiel sorgt dafür, dass man den richtigen Pass im richtigen Moment spielt bzw. die Pässe gut vorbereitet. Die Spieler lernen, sich schnell und richtig zu orientieren.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Willy Kaspers (Autor), Deutsch-Niederländisches Fußballinstitut (DNFI), Links: DNFI-Website | DNFI bei Facebook

Übungsaufbau:

Spielfeldgröße: 20 Meter breit, 3 Zonen (12-5-12 Meter).
Drei Gruppen von je 4 Spielern, eine Gruppe in jeder Zone. Die Gruppe in der Mitte verteidigt und ist farbig markiert.

Übung 1 (Vorbereitung): Passspiel durch die Schnittstelle

Vorbereitung auf das 4 gegen 2: Passspiel durch die Schnittstelle

Vorbereitung auf das 4 gegen 2: Passspiel durch die Schnittstelle/Verteidigungszone

Ablauf der vorbereitenden Übung:

  • Die Ballbesitzer versuchen, die Mitspieler in der anderen Zone anzuspielen.
  • Dafür dürfen Sie bis zu 4 mal miteinander kombinieren, dann muss tief gepasst werden.
  • Als Vereinfachung kann die Anzahl der Kontakte zu Beginn der Übung freigestellt werden.
  • Dauer 5 Minuten, dann Aufgabentausch. Alternative: man arbeitet mit Fehlerpunkten. Die Mannschaft, die dreimal den Ball verliert/einen Fehlpass spielt, darf als nächstes verteidigen.

Coaching:

  • schnell orientieren (Kopf hoch)
  • Blickkontakt mit den Mitspielern
  • Freilaufen auf Lücke, um anspielbar zu sein

Übung: 4 gegen 2 mit Verlagerung

Trainingsübung: 4-2 auf 4-2 mit Verteidigungszone

Übung: 4-2 auf 4-2 mit Übergangszone

Ablauf Übung 2:

Die 4 Angreifer spielen jetzt in einer Zone gegen 2 Verteidiger auf Ballhalten. Ziel ist es, den Ball 8 mal (je nach Spielstärke auch 10 oder 15 mal) im Team zu passen und dann gezielt auf die andere Seite zu verlagern. Die Verteidiger versuchen, maximalen Druck auf die Ballbesitzer auszuüben und sie zu Fehlern zu zwingen. Die beiden verbleibenden Verteidiger in der Mittelzone dürfen den Verlagerungspass nicht verhindern. Wird verlagert, starten sie jedoch schnellstmöglich nach, um das Kombinationsspiel der Angreifer zu unterbrechen.

Coaching-Tipps

  • Gute Raumausnutzung im Positionsspiel, Anspielstationen schaffen in Breite und Tiefe
  • schnell umschalten für das Spiel in die Tiefe
  • Verteidiger müssen im höchsten Tempo attackieren, dann ist der Lerneffekt bei den Angreifern auch höher

Was bringt’s?

Solche kleinen Spiele sind hoch intensiv (Kraftausdauer), also muss man darauf achten, die Belastung richtig zu steuern. Das heißt, die Verteidiger regelmäßig auswechseln und die Spielzeit begrenzen. Der Vorteil liegt im hohen Spieltempo und der hohen Übersichtlichkeit (Coaching). Das heißt für den Trainer, dass er sehr individuell coachen kann. Allerdings muss man hier sehr auf Details achten. Das gilt vor allem für Themen wie die spieloffene Stellung, den Einsatz des richtigen Fußes und Kleinigkeiten in der Passtechnik. Die Verteidiger muss man ggf. immer wieder anfeuern, damit sie richtig Druck ausüben (Einsatz). Die Anzahl der Spieler kann bis auf 6 gegen 2 angepasst werden, dann sollte man allerdings die Kontaktzahl im Team hochsetzen und ggf. direkt spielen lassen (Anspruch hoch halten).

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

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