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Trainingsplanung: Tipps für die Saisonvorbereitung

Saisonvorbereitung

Die Trainingsplanung für die Saisonvorbereitung kann eine komplizierte Sache sein. Aber mit einigen kleinen Tipps geht es vielleicht schon einfacher. Deswegen hier einige Gedanken zu Kondition, taktischen Schwerpunkten und dem Thema Regeneration.

Konditionstraining/Grundlagenausdauer:

Versuchen Sie, reine Laufeinheiten so weit wie möglich zu reduzieren, umso mehr, je weniger Trainingseinheiten Sie pro Woche zur Verfügung haben. Vor allem stures Rundenlaufen macht keinen Spaß und hilft den Spielern für das Fußballspielen nicht wirklich weiter, da fußballspezifische Ausdauer andere Anforderungen bzw. ein anderes Intensitätsprofil hat. Im leistungsorientierten Bereich können den Spielern Laufpläne mitgegeben werden, die sie vor der eigentlichen Vorbereitung „abarbeiten“ müssen. So kommen diese Spieler schon mit einer ausreichenden Grundlagenausdauer zum ersten Training. Auch hier sollten häufig Intensitätswechsel eingebaut werden (Stichwort Intervalltraining). Die wertvolle Trainingszeit kann dann für wichtige taktische und technische Verbesserungen genutzt werden.

Fußballspezifische Ausdauer lässt sich am besten in großen Spielformen (ab 8:8) und in Laufparcours (am besten mit Technikübungen kombiniert) trainieren. Ein weiteres wichtiges Element des Ausdauertrainings sind die Vorbereitungsspiele. Insbesondere gegen höherklassige Gegner müssen die Spieler einen hohen Laufaufwand betreiben und verbessern so beim Spielen (wenn ihre Einstellung stimmt) ihre fußballspezifische Ausdauer. Spielformen/Vorbereitungsspiele enthalten die fußballtypischen Tempowechsel automatisch, in Parcours sollten Sie Tempowechsel einbauen, um die Belastungsstruktur des Fußballs passend abzubilden. Wertvolle Tipps enthält das Handbuch Fußballkondition von Raymond Verheijen.

Bis zum Übergang in die C-Junioren sollte das Training sich auf die Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten konzentrieren, da so auch eine wichtige Grundlage für später notwendige konditionelle Fähigkeiten (Beweglichkeit, Schnelligkeit) geschaffen werden kann. Eine hervorragende Erörterung der koordinativen Fähigkeiten findet sich bei Medizin-Online (www.dr-gumpert.de): Koordinative Fähigkeiten

Regeneration ist wichtig:

Achten Sie darauf, das Ihre Spieler genügend Zeit haben, sich zu regenerieren. Das ist wichtig, damit sich ihr Körper an die Belastung anpassen kann (Stichwort Superkompensation) und auch damit Verletzungen vermieden werden. Ist die Belastung über längere Zeit zu hoch, vermindert sich die Leistungsfähigkeit, die Spieler trainieren sich „in den Keller“. Auch die geistige Regeneration, das Abschalten, ist wichtig, um die Aufnahmefähigkeit der Spieler für neue Trainingsinhalte zu erhalten.

Trainingsschwerpunkte:

Sie hatten die ganze Winterpause Zeit, die Vorrunde zu analysieren, Stärken und Schwächen ihrer Mannschaft und einzelner Spieler herauszuarbeiten, was Sie sicherlich getan haben. Damit haben Sie den ersten Schritt zu einer erfolgreichen Rückrundenvorbereitung gemacht. Versuchen Sie aber nicht, alles umzusetzen. Frei nach Gerhard Johann David von Scharnhorst (1755-1813) ist die Feststellung „Wer alles trainiert, der trainiert nichts!“ sicherlich treffend. Es ist absolut wichtig, dass Sie klare Trainingsschwerpunkte für ihre 5-6-wöchige Vorbereitungsphase setzen. Überprüfen Sie den Lernerfolg und passen Sie ihre Trainingsplanung an, wann immer Sie es für notwendig halten. Sehen Sie die Vorbereitungsperiode nicht als abgeschlossene Einheit, sondern betten Sie sie in Ihre übergeordnete Saisonplanung ein. Wie man ein Spielsystem erarbeitet, findet sicher hier.

Vorbereitungsspiele:

Setzen Sie Vorbereitungsspiele gezielt ein, um den Lernerfolg bei den erarbeiteten Inhalten zu überprüfen. Machen Sie ihrer Mannschaft klar, was Sie erwarten und messen Sie sie daran. Beachten Sie hierbei, gegen welchen Gegner Sie spielen: Gegen eine höherklassige Mannschaft, die ein gutes Angriffspressing spielt, könnte es etwas schwierig werden, auf Ballbesitz zu spielen bzw. den Gegner laufen zu lassen. Anders sieht es aus, wenn man etwa am Defensivverhalten feilen möchte. Hier bietet ein guter Gegner die Möglichkeit, viele Defensivaktionen durchzuspielen.

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

1 Kommentar

  1. Hallo Kollegen,
    auf dieser Seite gibts teilweise echt super Tipps.
    Wenn ihr konkrete Übungen, vor allem für Jugendfußball wollt, könnt ihr mal auf meinem Blog vorbeischauen: http://www.fussballuebungen.blogspot.com
    Dort ist zwar noch recht leer, wird sich aber schnell mit guterklärten Übungen füllen. Und selbsterklärende Bilder gibts auch noch dazu!
    Ihr dürf auch gerne mit eurem google-Konto leser werden, dann erfahrt ihr wenns ne neue Übung gibt und müsst nicht immer vorbeischauen.
    Würde mich auch freuen, wenn ihr tips in den Kommentaren geben könntet.
    Freue mich und hoffe bald euch als neue Leser meines Fussballübungenblogs begrüßen zu dürfen!
    Pascal Nuding

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