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Übung für das Sprinttraining: Schnelligkeit, Koordination und Technik gleichzeitig trainieren

Die Schnelligkeit wird im Fußball immer wichtiger, in jeder Alterklasse. Und dafür müssen die Spieler Ihre fußballspezifische Schnelligkeit regelmäßig traineren. Sprinttraining sollte immer in ausgeruhtem Zustand stattfinden, denn es geht darum, die höchstmögliche Sprintleistung abzurufen. Sprinttraining kostet aber wertvolle Trainingszeit, die dann nicht für andere Inhalte genutzt werden kann.

Als Trainer kann man Sprints deshalb sinnvoll z. B. mit Koordinationstraining und technischen Elementen verknüpfen. Bei der Koordination fällt das am leichtesten, wenn man etwa mit der Koordinationsleiter trainiert. Ich persönlich finde die Verknüpfung mit Passübungen sehr praktisch. Ein Beispiel für Schnelligkeitstraining mit Passelementen zeige ich in diesem Artikel.

Übung: variables Sprinttraining mit Passpendel (“Pendel-Sprint”)

Mit dieser Übung erreicht man zwei Dinge: 1. man fördert höchste Konzentration und gute Ballbehandlung und 2. kann gleichzeitig azyklische Sprints in vielen verschiedenen Varianten traineren. Der Grundaufbau dieser Übung besteht aus zwei Hütchentoren von etwa 2-3 Metern Breite, die in einem Abstand von 8-12 Metern einander gegenüber aufgestellt werden.

Die Spieler (6-12) haben die Aufgabe, den Ball zwischen diesen beiden Toren hin- und herpendeln zu lassen. Der Passgeber startet sofort nach seinem wohltemperierten Pass auf die andere Seite und absolviert den vorgegebenen Laufweg um Hütchen, über Hürden und um Stangen. Hier kann man als Trainer für jede Runde den Laufweg (z. B. “rotes Hütchen, einmal um die Stange, seitwärts zum gelben Hütchen, rückwärts, etc.”) vorgeben. Dabei auf viele Richtungswechsel und unterschiedliche Laufdistanzen achten. Genügend Ersatzbälle bereitlegen.

Sprinttraining mit Pendel-Sprint

Sprinttraining mit Pendel-Sprint

Erweiterung: Vororientierung und Richtungswechsel beim Sprinten

Möchte man noch die Vororientierung schulen, kann man den Spielern, kurz bevor Sie den Ball erhalten, ein optisches Signal geben (Hütchenfarbe, Fingeranzahl, o. ä.), auf das sie reagieren müssen. Den Sprintparcours symmetrisch aufbauen oder die Spieler die Seiten wechseln lassen. Es handelt sich natürlich nicht um reines Schnelligkeitstraining, da die Pausen zwischen den einzelnen Läufen nicht lang genug sind (keine reine Wiederholungsmethode). Dafür sind die Anforderungen der Sprintübung sehr nah am Fußball.

Coaching der Übung:

  • Passstärke und Präzision
  • Konzentration auf den richtigen Laufweg
  • höchste Intensität
  • Lauftechnik (Schritte richtig setzen beim Richtungswechsel, Vorfußlauf, Körperhaltung)

Diese Übung erfordert ein gewisses technisches Niveau, damit es nicht ständig zu Unterbrechungen durch Fehlpässe gibt. Mit einer guten D-Jugend kann man es aber schon wagen, wenn man die Distanzen entsprechend wählt. So verbindet man Schnelligkeitstraining und Technik in einer einfachen Trainingsform und verschwendet so keine Trainingszeit.

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

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