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Fußballwetten: hui oder pfui

Dass auf die Ergebnisse von Fußballspielen gewettet wird, ist nichts Neues: Fußball-Toto gibt es in Deutschland schon seit 1948. Doch die Wettskandale der letzten Jahre haben ein dunkles Licht auf die Sportwetten im Allgemeinen und Fußballwetten im Besonderen geworfen. Lassen sich Spieler, Mannschaften und Schiedsrichter zu leicht manipulieren?

Vom Fußball-Toto zum Online-Wettbüro

Fußballwetten wurden – wo auch sonst? – im wettverrückten England erfunden, wo die Ergebnisse von Sportwetten jede Woche Millionen von Menschen in Atem halten. Fußball-Toto wurde dort im Jahr 1921 eingeführt und verbreitete sich von der Insel aus schnell über ganz Europa. Deutschland musste sich noch bis nach Kriegsende gedulden, ehe auch hier 1948 auf Fußballspiele gewettet werden durfte.

Die Wetten hatten dabei einen ausgesprochen positiven Hintergrund: Ein Teil der eingenommenen Gelder wurden als Fördergelder an Sportvereine in ganz Deutschland ausgeschüttet. Dies ist übrigens auch heute noch so: Wer Toto spielt, fördert damit den Fußball im ganzen Land. Neben der klassischen Toto-Wette, bei der für die Spielpaarungen des Bundesliga-Spieltages auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg gewettet werden kann, gibt es auch die „6 aus 45“-Auswahlwette, bei der sechs Spiele getippt werden müssen, die unentschieden ausgehen.

Der staatliche Lotto- und Toto-Block gab sich dabei jedoch immer ausgesprochen zahm und machte kaum Werbung für sein lizenziertes Glücksspiel. Doch mit dem Aufkommen des Internets drängten auch private Wettbüros auf den Markt, die viel aggressiveres Marketing betrieben. Zwar besteht offiziell noch immer ein staatliches Monopol auf Sportwetten, das im Internet durch Oddset vertrieben wird, doch private Wettbüros nutzen etliche Schlupflöcher und ausländische Firmensitze, die es ihnen ermöglichen, auch in Deutschland Wetten anzubieten.

Vor- und Nachteile des Online-Wettens

Viele Amateurfußballer und Fans beschäftigen sich intensiver mit dem Fußball, wenn sie die Gelegenheit haben, ihr Wissen in klingende Münze umzusetzen. Davon profitieren auch ihre Mannschaften, wenn die Spieler der dritten Liga oder der Regionalliga sich besser über ihre Gegner informieren oder eingehender mit Taktik beschäftigen. Allerdings sollte kein Spieler aus den Augen verlieren, dass „aufm Platz“ wichtiger ist als im Internet.

Schwieriger wird es, wenn die dunklen Seiten des Wettens ins Spiel kommen: Wenn es kein harmloser Spaß mehr für Spieler ist, im Internet auf den Ausgang von Spielen der südkoreanischen Liga zu wetten, sondern wenn ihnen von zwielichtigen Gestalten dicke Beträge geboten werden, um eigene Spiele zu manipulieren. Vor allem Torhüter werden gerne angesprochen, um haltbare Bälle durchzulassen. Hier hilft es nur, bei den eigenen Spielern früh ein gesundes Rechtsempfinden zu entwickeln und sie moralisch zu stärken, sodass solche Angebote entschieden zurückgewiesen werden.

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