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Fußballtraining: akustische und optische Signale in Trainingsformen

Im Fußballtraining und im Spiel kommt es darauf an, auf taktische Signale richtig zu reagieren, um sein taktisches Verhalten, d.h. die Effektivität taktischer Handlungen zu verbessern. Um das zu vermitteln, kann man im Fußballtraining Trainingsformen verwenden, die die Aufmerksamkeit und Reaktionsschnelligkeit der Spieler schulen. In Übungen und Spielformen sollen die Spieler lernen, auf Signale richtig und schnell zu reagieren. Dazu kann man als Trainer im Training hauptsächlich akustische und optische Signale einsetzen.

Einfache akustische Signale im Fußballtraining

Für einfache Trainingsformen im Fußballtraining, z.B. beim Schnelligkeitstraining oder Torabschlusstraining kann man als Trainer einfache akustische Signale („Los!“, „Hopp!“ etc.) verwenden. Die Reaktion ist einfach, es kommt auf die Schnelligkeit der Reaktion, nicht auf die Art der Reaktion an. Die kognitive Anforderung an die Spieler ist relativ gering.

Optische Signale im Fußballtraining

Optische Signale sind im Vergleich zu den akustischen etwas spielnäher, weil im Fußball die optische Orientierung vorherrscht (Flugkurve des Balles, Laufweg des Gegners, Überzahl/Unterzahl). Optische Zeichen können farbige Markierungshütchen oder Leibchen sein, die der Trainer hochhält, eine bestimmte Geste des Trainers oder Mitspielers oder auch nur die Anzahl der Finger die der Trainer zeigt. Die Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit sind höher, weil der Spieler sich visuell auf einen bestimmten Punkt konzentrieren und seine taktische/koordinative Reaktion darauf abstimmen muss.

Erschweren: mehr Reaktionsmöglichkeiten und weniger Zeit

Will man die Anforderungen steigern, kann man mehrere Signale in die Trainingsformen einbauen, die jeweils eine andere Reaktion erfordern (Auswahlreaktion). Die kognitiven Anforderungen steigen, da der Spieler unterscheiden und schnell entscheiden muss.
Beispiele: „links“ und „rechts“, „Dribbling“ und „Torschuss“ usw. oder blaues und rotes Hütchen. Ein anderer Weg ist es, den Spielern weniger Reaktionszeit zu geben, d.h. das Signal kommt entsprechend später.

Ziel: taktisch richtige Reaktion auf eine komplexe Spielsituation

Das Ziel aller Anstrengungen und Trainingsformen im Fußballtraining ist es letztendlich, dass Spieler auf die ständig wechselnden taktischen Situationen schnell und richtig reagieren, und zwar mit den passenden taktischen Handlungen (schnelles Umschalten). Auch wenn man den Weg dahin mit immer wieder wechselnden akustischen und optischen Signalen gestalten kann, so kann man diese komplexen Reaktionen nur in taktischen Spielformen mit immer wieder wechselnden Anforderungen (Raum, Zeit und Gegnerdruck) trainieren. Das ist auch schon im Kinderfußball mit kleinen Spielformen auf Ballhalten oder mit Torabschluss sehr gut umsetzbar. Nicht umsonst empfiehlt der DFB bei den E-Junioren bis zu 50 % der Zeit im Fußballtraining auf solche kleinen Spiele zu verwenden. Bei den D-Junioren sollten es immer noch 40 % der Trainingszeit sein.

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

1 Kommentar

  1. Super Artikel! Vor allem wurde richtig erfasst, dass Optische Signale im vergleich zu akustischen Signale spielnäher sind, was in einem guten Fussballtraining definitiv beachtet werden sollte.

    LG

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