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Jugend-Fußball: Übungen zum Krafttraining sind Hausaufgabe

Im Fußballtraining in vielen Amateurvereinen und Altersklassen im Jugendfußball ist Zeit der entscheidende Engpassfaktor. Man hat niemals genug Trainingszeit, um die Bereiche Taktik, Technik, Kondition und auch die Psyche ausgewogen und oft genug zu trainieren. Deshalb kann man als Trainer, wo immer das möglich ist, versuchen, die Spieler selbstständig trainieren zu lassen. Das geht natürlich nur, wenn dazu auch aus Sicht der Spieler noch Zeit ist. Befindet man sich aber beispielsweise im Aufbau- bzw. Leistungsbereich, dann sind viele Spieler bereit, neben dem Fußballtraining mit vorgegebenen Übungen selbstständig an ihren Fähigkeiten zu arbeiten. Besonders gut geht das im Technikbereich, aber auch beim Krafttraining bzw. der Stabilisation. Unsere Umfrage zeigt, dass Stabilisation und Krafttraining einen festen Platz im Fußballtraining haben.

Selbstständiges Krafttraining in den Trainingsplan integrieren

Spieler sollten sich, soweit wie möglich neben dem Fußballtraining selbst um ihr Krafttraining kümmern. Viele Fußballer gehen ohnehin ins Fitnessstudio, sollten dann aber beachten, dass der Trainingsplan bzw. die einzelnen Übungen auf das Fußballtraining abgestimmt sind. Beispielsweise macht es keinen Sinn, einen Tag vor der Hauptbelastung im Fußballtraining (meist Mitte der Woche) noch mit intensivem Krafttraining die Beinmuskulatur zu trainieren. Ein Training mit ausgewogenen Übungen für den Oberkörper kann zu dieser Zeit wiederum sehr sinnvoll sein.

Für Trainer ist es wichtig zu wissen, ob und wie ihre Spieler neben dem Fußballtraining mit gezieltem Krafttraining trainieren können: sind Sie Mitglied im Fitnesstudio, können sie bei ihren Freunden trainieren, oder machen sie sogar parallel eine Sportart mit hohen Kraftanforderungen (z.B. Boxen oder Kampfsport allgemein)? Ideal ist es natürlich, wenn man sich einen Trainingsraum einrichtet, um zuhause trainieren zu können.

Individuelles Training mit Expertenbegleitung

Die Informationen über die Trainingsmöglichkeiten seiner Spieler sollten vom Trainer dann genutzt werden, um jedem Spieler individuelle Empfehlungen und auch Übungen für sein Krafttraining zu geben. Bei einigen wird es sinnvoll sein, dass sie verstärkt auf Stabilisation achten, andere sollten eher ihre Maximalkraft erhöhen, um die Schnelligkeit zu verbessern.

Am besten, man gibt diese Empfehlungen in Absprache mit einem erfahrenen Fitness- oder Athletiktrainer, der auch die Anforderungen des Fußballs kennt. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Krafttraining falsch dosiert wird. Wichtig ist es auch, die einzelnen Übungen im Training mit den Spielern durchzugehen und auf die richtige Ausführung zu achten. Soviel Zeit sollte man sich auf jeden Fall nehmen, um Verletzungen bzw. Fehlbelastungen zu verhindern.

Was man, denke ich, auf jeden Fall erwarten kann als Trainer ist, dass die Spieler regelmäßig einfache Stabilisationsübungen zuhause machen. Das bedeutet nur einen geringen Zeitaufwand, lässt aber trotzdem meist schnell einen Trainingseffekt erkennen. Und man spart einiges an Zeit, wenn man diese Übungen nicht ins eigentliche Fußballtraining einbauen muss.

Autor:

DFB A-Lizenz, BDFL, Talentförderung, Mannheim.

1 Kommentar

  1. Spiele auf dem Kleinfeld und fußballspezifische Aktivitäten, wie sie hier vorgestellt wurden, haben eine ganze Reihe von Vorteilen. Für Fußballer gibt es nichts Schöneres, als Fußball zu spielen und obgleich der physiologische Aspekt des Fußballtrainings zu den wichtigsten Faktoren im Hinblick auf das Erreichen der Bestform gehört, sorgen funktionelle Übungen, Kleinfeldspiele und fußballspezifische Aktivitäten für Auflockerung und mehr Spaß bei den Spielern. Gleichzeitig verbessern sie auch die körperliche Fitness, sodass die Spieler den Anforderungen eines Fußballspiels gerecht werden können.

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